Thü­rin­gen: Deut­sche Bahn reicht ers­te Un­ter­la­gen für Plan­fest­stel­lung für Mit­te-Deutsch­land-Ver­bin­dung ein

09.08.2023

Elek­tri­fi­zie­rung und zwei­glei­si­ger Aus­bau der Stre­cke Wei­mar–Ge­ra–Göß­nitz • Über­ga­be der Un­ter­la­gen für den Stre­cken­ab­schnitt Je­na an das Ei­sen­bahn-Bun­des­amt • Zü­ge kön­nen schnel­ler, lei­ser und um­welt­freund­li­cher fah­ren • Ab­schluss der Ar­bei­ten der Ge­samt­stre­cke bis 2030

Die Deut­schen Bahn (DB) hat für den Aus­bau der Stre­cke Wei­mar–Ge­ra–Göß­nitz die Plan­fest­stel­lung ge­star­tet. Da­für hat sie die Un­ter­la­gen für den Pla­nungs­ab­schnitt Je­na an des Ei­sen­bahn-Bun­des­amt (EBA) über­ge­ben. Die Be­hör­de prüft nun die An­trags­un­ter­la­gen, die elf Ord­ner um­fas­sen. Im Plan­fest­stel­lungs­pro­zess be­trach­tet das EBA al­le recht­li­chen und tech­ni­schen Fra­gen für den zwei­glei­si­gen Aus­bau und die Elek­tri­fi­zie­rung des 115 Ki­lo­me­ter lan­gen Ab­schnitts der so­ge­nann­ten Mit­te-Deutsch­land-Ver­bin­dung.

Ro­nald Schle­gel, Pro­jekt­lei­ter für die Mit­te-Deutsch­land-Ver­bin­dung: „Mit dem Aus­bau der Stre­cke Wei­mar–Ge­ra–Göß­nitz ma­chen wir die Mit­te-Deutsch­land-Ver­bin­dung fit für die Zu­kunft. Mit dem Be­ginn des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren ha­ben wir ei­nen wich­ti­gen Punkt im Pro­jekt er­reicht. Wir hof­fen, dass wir An­fang des Jah­res 2027 mit dem Bau star­ten kön­nen, so­dass En­de 2030 die Zü­ge um­welt­freund­lich mit Strom auf der fer­tig aus­ge­bau­ten und mo­der­ni­sier­ten Stre­cke fah­ren.“

Ralph Len­kert, Or­ga­ni­sa­tor des Len­kungs­krei­ses Mit­te-Deutsch­land-Ver­bin­dung und Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges: „Es ist für Thü­rin­gen ei­ne gu­te Bot­schaft, dass der zwei­glei­si­ge Aus­bau und die Elek­tri­fi­zie­rung der Mit­te-Deutsch­land-Ver­bin­dung Stück für Stück vor­an­kom­men. Ich dan­ke den Bahn­bünd­nis­sen in Je­na und Ge­ra, der Lan­des­re­gie­rung, den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Par­la­ments­grup­pe MDV, al­len Be­tei­lig­ten für die Un­ter­stüt­zung und der DB für die ge­leis­te­te Ar­beit. Ich hof­fe, dass die Stre­cke 2030 zwei­glei­sig, elek­trisch be­fah­ren wird.“

Die Un­ter­la­gen für die wei­te­ren sie­ben Ab­schnit­te so­wie für den der Bahn­strom­lei­tung reicht die DB suk­zes­si­ve bis März 2024 ein. Teil des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens ist auch ein An­hö­rungs­ver­fah­ren, bei dem sich al­le Be­trof­fe­nen ein­brin­gen kön­nen. Auf Grund­la­ge der um­fas­sen­den Prü­fung er­lässt das EBA den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss – so­zu­sa­gen die Bau­ge­neh­mi­gung für die Stre­cke.

Mit dem Aus­bau kann die be­stehen­de Fern­ver­kehrs­li­nie vom Ruhr­ge­biet nach Ge­ra künf­tig durch­ge­hend elek­trisch be­trie­ben und bis nach Chem­nitz ver­län­gert wer­den. Die bis­lang er­for­der­li­chen Lok­wech­sel in Go­tha ent­fal­len. Zu­dem pro­fi­tie­ren auch vie­le Nah­ver­kehrs­ver­bin­dun­gen von dem Aus­bau, die dann durch­ge­hen­de elek­trisch be­trie­ben wer­den. Das Pro­jekt leis­tet ei­nen wich­ti­gen Bei­trag da­zu, mehr Ver­kehr von der Stra­ße auf die kli­ma­freund­li­che Schie­ne zu ver­la­gern. Zü­ge kön­nen künf­tig schnel­ler, lei­ser und um­welt­freund­li­cher fah­ren. Gleich­zei­tig pro­fi­tiert die Wirt­schaft von ei­ner bes­se­ren An­bin­dung des west­säch­si­schen Wirt­schafts­raums an die Re­gio­nen Mit­tel­thü­rin­gen, Rhein/Main und das Ruhr­ge­biet.